Am 11.2.2019 fand ein Workshop für das Projektteam von Imagining Desires unter der Leitung von Performancekünstlerin Elisabeth Löffler statt. Der Workshop wurde in den Räumen der Fachstelle Selbstlaut abgehalten. Die bildende Künstlerin Linda Steiner dokumentierte den Workshop visuell in Form von Aquarellen.

Im Workshop arbeitete Löffler mit den Teammitgliedern mit Techniken und Methoden aus der Kontaktimprovisation. Dabei geht es darum, physischen Kontakt zwischen Personen als Impuls zu nutzen, um basierend darauf eine Bewegungsabfolge zu entwickeln. Die darauffolgende Bewegung wird danach tänzerisch oder schauspielerisch weiterentwickelt.

Im Workshop wurden Themen rund um Sexualität und der Selbstbestimmt Leben Bewegung aufgegriffen und behandelt. Den Teilnehmer*innen standen Rollstühle zur Verfügung, die sie nutzen konnten, um sich mit diesen im und durch den Raum zu bewegen und vor allem auch performativ zu erkunden, welche Formen von Bewegungen und des zwischenmenschlichen Kontakts so entstehen können.

Die letzte Übung im Workshop war eine Bildanalyse: Die Teilnehmenden waren im Vorfeld dazu aufgefordert worden, hierfür Bilder aus den Medien zu sammeln und mitzubringen, auf denen behinderte Menschen abgebildet sind. Bei der darauffolgenden Analyse sollten vor allem Klischees und Stereotype in der Darstellung dieser Personen zuerst in einer Diskussion und anschließend auch durch Kontaktimprovisation dekonstruiert werden. Die Positionen und Haltungen der Personen auf den Bildern wurden hierbei als Standbild von den Workshopteilnehmer*innen nachgeahmt und waren so der Anfang für eine tänzerische Kontaktimprovisation mit Musik.

Website von Elisabeth Löffler:

Beitrag verfasst von: Aida Jakubović